Berlin - Irgendwann fragt Arafat Abou-Chaker mich, ob ich es nicht auch ungerecht fände, dass sein Neffe keine Kreditkarte bekommt – nur weil er den gleichen Nachnamen trägt wie er, der Onkel. Ich habe mich gerade daran gewöhnt, dass Arafat Abou-Chaker und ich per Du sind, und plötzlich soll ich die Kinder einer arabischen Großfamilie bemitleiden, weil sie Alltagsdiskriminierung ausgesetzt sind? Dieser Abend hat wirklich eine sehr überraschende Wendung genommen.

Es beginnt damit, dass mir am Mittwoch eine gute Freundin kurz vor 21 Uhr einen Screenshot schickt, der eine interessante Nachricht enthält: Arafat Abou-Chaker, „Führungsfigur“ in einem der arabischen Großclans in Berlin, hat einen Raum in der App Clubhouse eröffnet. Innerhalb von wenigen Minuten ist die maximale Zahl von 5000 Zuhörern erreicht, unter ihnen der Rapper Fler, Mitglieder anderer arabischer Großfamilien, Journalisten, Rechtsanwälte und die Kabarettistin Idil Baydar.

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