BerlinEin männlicher Kunde hat es offensichtlich fertiggebracht, die nur schwer zu übersehenden Hinweisschilder am Haupteingang des KaDeWe zu übersehen. Es scheint ihn auch nicht weiter verwundert zu haben, dass im Erdgeschoss des Department Stores an der Tauentzienstraße die Regale der Luxusmarken komplett leergeräumt sind. Oder dass die Mitarbeiter des mächtigen Kaufhauses über die Etagen hinweg die Auslagen - von den Anziehsachen für Frauen und Männer bis hin zu den Küchengerätschaften - großflächig mit Plastikfolien überzogen haben. Es gilt, die Produkte vor Staub zu schützen, denn das KaDeWe hat sich ja zu weiten Teilen in den corona-bedingten Winterschlaf verabschiedet. Bis zum 10. Januar dauert der, vielleicht auch länger, wer weiß das schon.

Nun steht der Mann, um die 60 Jahre mag er alt sein, also in Etage drei, vor den blauen Absperrkordeln, die rings um die zentrale Rolltreppe herum den Weg in die sogenannte „Sechste Etage“, also in die trotz Lockdown geöffnete Feinkost-Abteilung weisen. Ungläubig wirft er einen Blick über die menschenleere Verkaufsfläche. Ein Sicherheitsmitarbeiter eilt herbei, fragt ihn, wo er denn hin möchte. Der Mann gibt keine Antwort, fragt nur: „Ist hier tatsächlich alles dicht?“ 

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