BerlinEs hat sich in meiner Firma wahrscheinlich noch nicht herumgesprochen, aber es scheint tatsächlich so zu sein. Ich habe eine Fähigkeit, die eigentlich versierten Führungskräften zugeschrieben wird: Ich kann prima delegieren. Nicht, dass ich Aufgaben, die mir zugewiesen worden sind, elegant an Kollegen weiterreiche, weil ich ja gerade und für morgen noch und überhaupt, doch nächste Woche dann natürlich gern. So weit bin ich bei der Entwicklung meines Talents noch nicht ganz vorangekommen. Immerhin aber mache ich deutliche Fortschritte, was das Management meiner Termine durch Dritte angeht.

Neulich zum Beispiel hat der Augenoptiker meines Vertrauens mich telefonisch darüber in Kenntnis gesetzt, dass meine neue Brille seit geraumer Zeit zur Abholung bereitliegt, woran mich zwar zuvor schon meine Nackenmuskulatur mit einem Stechen erinnert hatte, weil ich durch die alten Gläser lediglich mit einer leicht unnatürlichen Kopfhaltung klar und deutlich sehen konnte, was ich aber dann doch aus reiner Gewohnheit wieder vergessen habe.

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