Berlin - Die Bedeutung der Clankriminalität wird überbewertet und der Begriff Clankriminalität ist rassistisch. Das ist in etwa das Fazit, das aus einem Pressegespräch gezogen werden kann, zu dem der „Mediendienst Integration“ am Dienstag lud. Der Mediendienst ist ein Projekt des Rats für Migration e.V., unter anderem von der Bundesregierung gefördert, und schreibt das Wort Clankriminalität generell in Anführungsstrichen.

Am Dienstag veröffentlichte der Mediendienst eine Expertise des Politikwissenschaftlers Mahmoud Jaraba vom Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa. Dieser kommt unter anderem zu dem Schluss, dass Großfamilien keine homogene Gruppe unter Führung eines Clanchefs seien. „Die Mehrheit der Mitglieder von Großfamilien ist nicht kriminell“, sagte er in dem Gespräch. „Wenn Angehörige kriminell werden, dann in der Regel innerhalb der Kernfamilie.“

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