Berlin - Kürzlich habe ich den Bürgermeister von Venedig im Radio gehört. Er sprach  über die Probleme, die Touristen in seiner Stadt verursachen. In dem Beitrag kam  der Begriff  „carrying capacity“ vor. Das ist  die Anzahl der Menschen, die von einer Stadt oder einer Region aufgenommen werden können, ohne dass es negative Auswirkungen auf den Ort hat. Die „carrying capacity“ lässt sich   berechnen. In Venedig wird sie derart überschritten, dass  sie erwägen,  den Besuch bestimmter  Stadtviertel zu beschränken.

In  Berlin hat es im vergangenen Jahr  mehr als 30  Millionen Übernachtungen durch Besucher gegeben. Die Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor, aber man geht davon aus, dass sie  noch höher sein werden. Bezogen auf das ganze Stadtgebiet ist Berlin wahrscheinlich  noch aufnahmefähig, aber  um die „carrying capacity“ meiner Gegend steht es schlecht.  Das sehe ich mit bloßen Augen.

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