Wolken über der Siegessäule.
Foto: dpa/Paul Zinken

BerlinWäre dieser Sommer annähernd so wie der vergangene, würden wir die Sommerferien trotz Corona bei bestem Badewetter genießen. Aber das lässt noch ein wenig auf sich warten. Viele Berliner und Brandenburger verbringen ihre Urlaubstage derzeit in wetterfester Kleidung.

Ein Blick auf die Höchsttemperaturen an der Ostseeküste zeigt, dass wir von sengender Sommerhitze derzeit weit entfernt sind: 14 Grad in Rostock, mit etwas Glück 16 Grad in Usedom - verglichen damit herrschen in der Hauptstadt mit maximal 19 Grad am Donnerstag geradezu Wohlfühl-Temperaturen. Noch etwas wärmer - bis 22 Grad - könnte es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch in Südbrandenburg werden.

Gemütlichkeit wird eher nicht aufziehen, denn der Himmel ist bedeckt, und schon bald zieht von West nach Ost Regen auf. Verantwortlich ist dafür ein Tief mit dem mexikanischen Namen Xochil. Befeuert wird Xochil von den Überresten eines Tropensturms namens Edouard. Zwar hat dieser längst seine zerstörerische Kraft verloren, hat aber immer noch reichlich Regen im Schlepptau.

Turbulenter Freitag: Hitze, Gewitter, Sturmböen

In der Nacht zu Freitag nehmen die Niederschläge ab, und es bleibt mild mit minimal 15 Grad in Berlin. Geradezu tropisch wird der Freitag mit Höchstwerten, die 27 Grad erreichen können. Dabei bleibt es aber stark bewölkt - außer im Süden Brandenburgs, wo es auch aufheitern kann. Regen fällt vor allem im Norden der Region. Berlin wird von allem etwas abbekommen. Turbulent wird es später im Süden Brandenburgs: Dort rechnet der DWD mit Gewittern und einzelnen Sturmböen.

Der Himmel lockert in der Nacht auf, und am Wochenende geraten wir wieder unter Hochdruckeinfluss. Die Temperaturen wollen allerdings zunächst noch nicht abheben. Mehr als 20 Grad sind weder am Samstag noch am Sonntag drin. Die Tiefstwerte können im Umland auch mal auf einstellige Werte absinken.

Dafür feiert der Sommer aber in der kommenden Woche sein Comeback: Niederschläge sind kaum zu erwarten - und tageweise gerät die hochsommerliche 30-Grad-Marke wieder in Sichtweite.