Berlin - Wer in Berlin ein WG-Zimmer anmieten will, muss dafür im Schnitt 38 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Die Bundeshauptstadt kommt damit im Ranking der teuersten Universitätsstädte nach München mit einem Quadratmeterpreis von 40 Euro auf Platz 2. Das geht aus einer Untersuchung der Onlineportale Immoscout24 und wg-suche.de hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Dabei wurden die Angebotspreise für WG-Zimmer und Ein-Zimmer-Wohnungen in den beliebtesten 15 Unistädten Deutschlands ermittelt. In Hamburg kostet ein WG-Zimmer danach 33 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt am Main 32 Euro.

Die günstigsten WG-Zimmer gibt es in Siegen mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 14 Euro. Danach kommt Aachen. Ganz im Westen der Republik wird Studierenden für 17 Euro pro Quadratmeter eine WG angeboten. Dann folgt Göttingen mit rund 18 Euro. Ebenfalls um 18 Euro liegen die Angebotspreise in Jena und Würzburg. „Angesichts der deutlichen Mietpreisunterschiede empfehlen wir, die Kostenbelastung durch das Wohnen als einen wichtigen Aspekt der Wahl des Studienortes mit in den Blick zu nehmen“, rät Immoscout-Geschäftsführer Thomas Schroeter. „Das Studierendenleben ist in mittleren Großstädten mindestens so spannend wie in den Metropolen.“

Ein-Zimmer-Wohnungen sind manchmal günstiger

Die Metropolen fallen dem studentischen Geldbeutel mit hohen Steigerungsraten am stärksten zur Last. Am deutlichsten zogen die Angebotspreise für WG-Zimmer in Berlin an: Sie waren im Juli 2021 um 67 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Wahrscheinlich ist das auf den Wegfall des Mietendeckels zurückzuführen, der im vergangenen Jahr für niedrige Mieten gesorgt hatte, aber im Frühjahr vom Bundesverfassungsgericht kassiert wurde.

WG-Zimmer sind in Hamburg mit einem Plus von 30 Prozent und in München mit einem Plus von 20 Prozent auf Jahressicht ebenfalls stark im Preis gestiegen, heißt es bei Immoscout. In Köln und Frankfurt am Main zogen die Mieten für WG-Zimmer um rund 10 beziehungsweise 17 Prozent an. Deutlich besser ist die Lage in Erlangen und Siegen, dort ließen sich im Jahresvergleich sechs Prozent bei der WG-Miete einsparen.

Als Alternative zum WG-Zimmer bieten sich Ein-Zimmer-Wohnungen an. Besonders deutlich ist der Unterschied in Berlin. Muss man mit 38 Euro pro Quadratmeter in der Hauptstadt im Schnitt mit den zweithöchsten WG-Mieten kalkulieren, liegt Berlin bei Ein-Zimmer-Wohnungen mit 15 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld der Uni-Städte. Teurer ist es in Köln, Erlangen und Heidelberg mit jeweils 16 Euro. Die teuersten Apartments werden in München mit Quadratmeterpreisen von durchschnittlich 24 Euro angeboten, gefolgt von Frankfurt am Main mit 21 Euro und Darmstadt mit 17 Euro. Die günstigsten Standorte für Ein-Zimmer-Wohnungen sind – ähnlich wie bei WG-Zimmern – Siegen mit 10 Euro, Jena mit 11 Euro, Aachen mit 12 Euro und Göttingen mit rund 13 Euro pro angebotenem Quadratmeter.