Berlin - Ein Spaziergang über die Müllerstraße, eine unauffällige weiße Stele am Rathaus Wedding stoppt das Schlendern. Die Stele kündet vom Widerstand gegen das NS-Regime. Auf der Stele steht: „Wacht auf! Wir müssen uns von der Hitlerei befreien!“ Das Arbeiter-Ehepaar Elise und Otto Hampel, das diese Worte auf Postkarten schrieb, die es in Hauseingängen ablegte, bezahlte dafür 1943 mit dem Tod, es wurde hingerichtet. Weltberühmt wurde die Geschichte der Hampels durch Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein", den mehrfach verfilmten Bestseller.

Ein Treffen an der Stele mit Walter Frey, 69. Ihm und seinen Mitstreitern in der Stadtteilvertretung ist nach zähem Ringen mit der Bezirkspolitik die erste Erinnerung dieser Art an das Ehepaar zu verdanken. „Ihre Geschichte beweist, dass es auch einfachen Leuten möglich war, sich gegen das verbrecherische Regime zu stellen“, sagt Frey.

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