Berlin - Einst war sie selbstverständlich, noch in der Nachkriegszeit weitverbreitet: die gute Stube, der Raum, in dem man die hohen Gäste empfängt, die wertvollsten Erinnerungsstücke, Familienporträts in gemalter und fotografierter Form oder auch als Scherenschnitt, die Fotoalben und Skizzenbücher, das gute Porzellan und das Silber, die Familienbibel und die wichtigsten Zeugnisse und Urkunden aufbewahrt. Ein Raum, der vor allem eines sein sollte: frei von Alltag nämlich.

Auf dem Land war dies oft der Raum, in dem das Hochzeitsbett aufgeschlagen war und die Toten aufgebahrt wurden. Aber auch in den Berliner, Londoner oder Pariser Massenwohnvierteln markierte die gute Stube, so klein sie auch sein mochte, oft den sozialen Unterschied zwischen armen Arbeitern und wirtschaftlich avancierteren Facharbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern.

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