Berlin - Ein Anruf, es gibt offenbar noch etwas zu klären. Noah Adler schlendert vor dem Schadow-Gymnasium auf und ab, sein Mobiltelefon in der Hand, die Gesichtsmaske unter dem Kinn, eine dunkle Wollmütze auf dem Kopf. Es ist kalt an diesem Nachmittag in Zehlendorfs Mitte, der Unterricht vorbei. Schüler bevölkern den Gehsteig. Noah Adler möchte das Telefonat beenden, setzt zweimal vergeblich an. „Ich habe jetzt einen Interviewtermin“, sagt der 16-Jährige schließlich höflich, aber bestimmt. Es soll um Corona gehen, um Nachbarschaftshilfe und Netzwerke im Internet, um sein Projekt: Coronaport.

Seit dem ersten Lockdown Mitte März betreibt Noah Adler diese Plattform. Sie bringt Menschen zusammen: solche, die Hilfe anbieten, und jene, die Hilfe suchen. Sie macht ihm manchmal mehr Arbeit, manchmal weniger. Im Moment nehmen die Aktivitäten auf Coronaport wieder zu. „Nicht so sehr wie am Anfang“, sagt Noah Adler, „aber diesmal sind die Einschränkungen ja auch nicht so groß.“ Noch nicht. Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiter steigt, könnte sich das bald ändern.

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