Berlin - Verdorbenes Niederdeutsch oder verlottertes Hochdeutsch? Eine Mischung von beidem? Mundart oder Dialekt? Der Schriftsteller Willibald Alexis (1798–1879), Breslauer mit hugenottischen Wurzeln, empfand die Sprache Berlins als „Jargon aus dem verdorbenen Plattdeutsch und allem Kehricht und Abwurf der höheren Gesellschaftssprache“. Das Verhältnis der „Außerhalbschen“ zum Berlinischen speiste sich gerade im 19. Jahrhundert, als Hinz und Kunz so redete, nicht eben aus Zuneigung. Die neuere Sprachwissenschaft nennt das Berlinische einen Metrolekt – die Sprache einer Metropole mit stetigem Zu- und Wegzug. Der sprachliche Eintrag durch Neu-Berliner aus allen Himmelsrichtungen veränderte das Berlinische zu allen Zeiten.

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