Berlin - Am 1. März ist es genau ein Jahr her, dass der erste Berliner offiziell positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Ausbreitung von Covid-19 traf Berlin völlig unvorbereitet, nur dank des engagierten Handelns einzelner Akteure wurden in der Anfangszeit größere Katastrophen verhindert. Es fehlte nicht nur an praktischer Ausstattung und Wissen, es wurden auch falsche Prioritäten gesetzt und unbürokratische Initiativen verhindert. Das Robert Koch-Institut und die Bundesregierung gaben – im Rückblick betrachtet – falsche Empfehlungen ab. So sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz am 11. März 2020, Masken seien nicht notwendig. Dabei stand zu diesem Zeitpunkt längst fest, dass es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt, die vor allem durch Masken zu bekämpfen ist.

Eine exklusive Rekonstruktion der Berliner Zeitung beschreibt an zehn Schicksalen eine Stadt zwischen Sorglosigkeit und Überforderung, Engagement und Fahrlässigkeit. So wurde Patient null am 1. März 2020 zwar in der Charité auf Corona getestet, aber bevor das Testergebnis feststand, wieder nach Hause geschickt. Der 22-Jährige aus Mitte war wegen neurologischer Beschwerden eingeliefert worden. Nach seinem positiven Test musste die Notaufnahme für mehrere Tage geschlossen werden, die Mitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt.

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