BerlinAls die Corona-Krise im Frühjahr einen ersten Höhepunkt erreichte, war die Not groß: Überall fehlten Schutzmasken – bei Ärzten, bei der Feuerwehr, bei der Polizei. Die Preise für diese Pfennigartikel explodierten, etliche Händler und Zwischenhändler verdienten mit Corona das große Geld. Auch die Berliner Polizei ließ sich auf einen dubiosen Deal ein. Sie bestellte bei einem Berliner Händler 400.000 FFP2-Masken des US-Herstellers 3M für insgesamt 3,3 Millionen Euro. Weil der Händler darauf bestand, leistete die Berliner Polizei für die Hälfte der Ware Vorkasse. Was sie aber bekam, waren chinesische Masken ohne gültiges Prüfzertifikat – und es kam zu diplomatischen Verwicklungen.

Um ihre rund 17.000 Polizisten auf der Straße vor dem Coronavirus schützen zu können, machte sich die Polizeiführung im März und April auf die Suche nach Viren-abweisenden FFP2-Masken. Die Liefersituation in der Welt war angespannt. Dennoch gingen bei der Polizei verschiedene Angebote von Händlern ein, die Schutzmaterial anboten. Einige Offerten waren mehr, andere weniger seriös. Die meisten Händler – von denen einige preiswerter waren als andere – forderten keine Vorkasse, sondern wollten lediglich Zahlung bei Lieferung. Doch von ihnen wollte die Polizei offenbar nichts wissen.

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