Ein Mitglied der Hells Angels nimmt an einem Protestcorso teil.
Foto: dpa/Frederik von Erichsen

BerlinAls die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurücknimmt, ist Klaus Vogels Erleichterung groß. Denn die Behörde hatte ihre ganze Kraft darauf verwendet, ihn zu erledigen. Mit verbissenem Eifer verfolgte die Abteilung für Organisierte Kriminalität (OK) den Polizisten – und zwar acht Jahre lang. Am vergangenen Mittwoch endete im Berliner Landgericht ein Justizdrama, in dem einer der engagiertesten Ermittler, den Berlins Polizei hatte, kaltgestellt und krank gemacht wurde.

Polizeioberkommissar Klaus Vogel (Name geändert) arbeitete einst im Rockerdezernat des Landeskriminalamtes. Der heute 55-Jährige wurde 2012 suspendiert. Er soll eine geplante Razzia gegen die Hells Angels an den Rockerclub und auch an die Presse verraten haben. Als dem „Charter Berlin City“ um dessen berüchtigten Anführer Kadir P. die Verbotsverfügung zugestellt wurde, waren die Rocker gewarnt. Sie hatten ihre Vermögenswerte bereits in Sicherheit gebracht. Der Fall machte damals bundesweit Schlagzeilen.

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