Berlin - Orientteppiche sind für viele nicht nur ein Einrichtungsgegenstand, sondern vor allem auch eine Wertanlage, für die sich eine Investition lohnt. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Denn viele Kunden bezahlen zu viel, die Tricks sind seit Jahren dieselben: niedrige Preise in Zeitungsanzeigen, falsche Angaben zum Wert der Teppiche und ein Fokus auf die ältere Zielgruppe. Geschädigte geben in der Folge horrende Summen für Leistungen aus, die bei einem seriösen Anbieter nur einen Bruchteil gekostet hätten.

„Meine Schwägerin war sehbehindert und von der Krankheit schwer gezeichnet. Sie hat 3900 Euro für die Reinigung und Reparatur von fünf Teppichen ausgegeben. Nach ihrem Tod im letzten Jahr haben wir festgestellt, dass die Reparaturen gar nicht gemacht wurden“, sagt H. Hamann. Der verlangte Preis sei ohnehin viel zu hoch gewesen, sagt sie. Außerdem habe die Geschädigte dort einen Teppich für 3050 Euro gekauft, der laut Sachverständigem höchstens 900 Euro wert sei. Eine Rechnung oder ein Kaufvertrag wurden nicht ausgestellt, nur schwer zu lesende Lieferscheine.

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