Berlin - Kunst ist teuer, hängt in Museen, ist abgehoben und nichts für Durchschnittshaushalte – viele Menschen aus der Szene kämpfen immer wieder gegen solche Vorurteile. Auch der gebürtige Spanier Mario Terés. Über 20 Jahre ist es her, dass er in Marburg ein ungewöhnliches Projekt ins Leben rief – den „Kunstsupermarkt“. Die Idee: Terés wollte echte Kunstwerke für jeden Geldbeutel verkaufen. Ein erfolgreiches Konzept, das nun auch wieder in Berlin zu Gast ist und vielen Künstlern beim Überleben in der schwierigen Corona-Krise hilft.

Auf den ersten Blick erinnert diese Kunsthalle eher an einen Baumarkt. Wände aus Beton, an der Decke verlaufen Heizungsrohre. Mit einem Museum hat die Ladenfläche im Quartier 205 in der Friedrichstraße nicht besonders viel zu tun. Glanz und Gloria der großen Kunstwelt sucht man hier vergebens. Und das ist auch gut so, denn: Hier gibt es Kunst für jedermann! Zwischen Kisten und Leinwänden steht Mario Terés, 62 Jahre alt. Ein Spanier, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt. Er hält einen Flyer in der Hand, „Kunst macht glücklich“ steht darauf. Warum? „In all den Jahren hatten wir niemanden, der ein Bild gekauft und es zurückgegeben hat. Das heißt doch was!“

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