Berlin - „Alles gut? Brauchst du was?“ – „Rastagirl, kann ich deine Nummer haben?“ In der Falckensteinstraße ist auch während des Lockdowns alles wie immer. An manchen Tagen bin ich genervt, wenn ich auf dem Weg zum Görlitzer Park angesprochen werde. An anderen Tagen fühle ich mich als Schwarze Frau mit den Einwanderern aus Afrika verbunden, lächle und grüße. Aber auch dann wimmle ich sie reflexartig ab, beschleunige meine Schritte und versuche, das Gespräch kurz zu halten. Ich will weder Gras kaufen noch flirten. Aber eigentlich interessiert es mich brennend, wer diese Menschen sind.

Vor einigen Wochen hörte ich deshalb bewusst auf auszuweichen und gab mich als Journalistin zu erkennen. Im Görlitzer Park waren schon viele Reporterinnen, YouTuber und Fotografen. Einige sollen heimlich gefilmt haben. „Zeichnest du auf?“, ist eine der häufigsten Fragen, die ich in diesen Tagen zu hören bekomme. Die Geschichte vom Drogenpark wurde schon so oft erzählt. Aber viel zu selten aus der Perspektive der Menschen, um die es eigentlich geht.

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