BerlinDie Idee zu ihrem Kinderbuch hatte Eléonore Vanoli im Wald. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr fuhr die Berlinerin zu ihrem Bruder ins Wendland. Bei einem Waldspaziergang kamen der Diplom-Pädagogin, die zehn Jahre in der Behindertenhilfe gearbeitet hat, zwei Fragen: „Wie überstehen die Menschen in Frankreich und Spanien, die nur eine Stunde raus dürfen, den aktuellen Lockdown? Und: Wie können Eltern ihren Kinder vermitteln, was aktuell passiert?“ Kurzerhand entschloss sich die Neuköllner Pädagogin, ein Buch zu schreiben, in dem sie das Pandemie-Geschehen kindgerecht aufarbeitet.

Jetzt ist es fertig. Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Tiere des Waldes schreiben sich regelmäßig Briefe und stehen so miteinander in Kontakt. Plötzlich und unerwartet wird der Hase krank, die Aufregung im Wald groß. „Der Frosch besucht den Hasen“, erzählt Vanoli, „und – natürlich – er wird auch krank.“ Das Ansteckungsgeschehen nimmt an Fahrt auf, und während das „unsichtbare Etwas“ im Wald wütet, begeben sich viele Tiere freiwillig in Quarantäne. „Mir war es wichtig“, sagt die Neuköllnerin, „nicht das Wort Corona zu erwähnen, weil ich keine unangenehmen Gefühle bei den Kindern wecken will. Aber natürlich ist die Geschichte eine Parabel auf das heutige Geschehen.“

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