Beeskow - Es ist früh am Morgen, die beiden Potsdamer Klinikclowns Nicola Streifler und Noriko Seki sitzen im Auto auf dem Weg ins Oder-Spree-Krankenhaus in Beeskow. Auf der Rückbank ein großer Koffer, Akkordeon und bunte Klamotten. Sie fahren regelmäßig nach Beeskow, doch die Besuche in dieser Klinik sind niemals Routine. Sie werden auf der Palliativstation erwartet, die meisten Patienten dort sind unheilbar krank.

Anna Holzau* sitzt in ihrem Bett, als die Klinikclowns zu ihr kommen. Sie trägt eine kastanienbraune Perücke. Die Chemotherapie hat der 53-Jährigen die Haare geraubt. Nicola Streifler fragt vorsichtig, ob sie ihr Gesellschaft leisten dürfen. Sie stellt sich als Hella Propella vor – jetzt trägt sie knallbunte Klamotten, die Haare sind zu Zöpfen geflochten, ein roter Punkt prangt auf ihrer Nase. Weil Anna Holzau nichts dagegen hat, packt die Clownin ihre Seifenblasenflasche aus und bläst die feuchten Kugeln durch das ganze Zimmer. Wo sie platzen, hinterlassen sie kleine Regenschauer.

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