Berlin - Ausnahmesituationen wie die Corona-Pandemie bergen in der Sache schon massives Konfliktpotenzial – umso wichtiger ist es, dass die Krisenmanager gut miteinander umgehen. Genau das scheint in der Gesundheitsverwaltung jedoch nicht der Fall zu sein. In einem Brandbrief haben die zuständigen Personalräte massive Kritik an Senatorin Dilek Kalayci (SPD) geäußert. Die Opposition fordert Erklärungen. Doch es steht auch die Frage im Raum, wie die Lage in der Gesundheitsverwaltung kurz vor den Wahlen und dem Ende von Kalaycis Amtszeit derart eskalieren konnte und welchen Anteil der Senat daran hat.

Am Mittwoch hatten der Hauptpersonalrat der Landesverwaltung und der Personalrat der Gesundheitsverwaltung ihr Schreiben an die Fraktionen im Abgeordnetenhaus verschickt. Sie beklagen vor allem die Zustände beim knapp 100-köpfigen Krisenstab. Er organisierte unter anderem den Aufbau von Impfzentren und Teststellen, unterstützt die Krankenhäuser, beschafft Schutzausrüstung. „Jetzt ist der Krisenstab ausgelaugt und steckt selbst in der Krise“, schreiben die Personalräte. Die Beschäftigten seien am Ende ihrer Kräfte.

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