Berlin - Protestplakate hängen an Hausfassaden und Zäunen: „Grüne Wiese statt graue Klötze“, „Baustopp jetzt“ und „Schützt unseren grünen Innenhof“ ist darauf zu lesen. Die Bewohner von rund 300 Wohnungen im Karree zwischen Schott-, Gotlinde- und Atzpodienstraße in Lichtenberg wehren sich gegen ein Bauprojekt der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge. Sie will einen L-förmigen Gebäuderiegel mit 50 Wohnungen auf der noch unbebauten Südseite des Innenhofs der Wohnanlage errichten.

„Unser Innenhof soll durch den Neubau zerstört werden“, empört sich Anwohner Wolfgang Hüttner. Am 16. Februar habe die Howoge die Mieter per Postwurfsendung über das Vorhaben informiert. In einem Schreiben, das auf den 2. Februar datiert war. Schon sechs Tage nach Eingang der Information seien 55 Bäume im Hof gefällt worden. Von „frühzeitiger und umfassender“ Beteiligung der Bürger, wie sie in den Leitlinien für Partizipation im Wohnungsbau der landeseigenen Unternehmen versprochen werden, keine Spur. „Bei Projekten wie dem hier geplanten Neubau stellt man seine Mieter nicht vor vollendete Tatsachen“, schreiben Anwohner, die sich zur Bürgerinitiative auf dem lichten Berg zusammengeschlossen haben, in einem offenen Brief an Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke).

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