Das Kind liest Prospekte. Nicht Lego-Kataloge, wie vor kurzem noch, sondern die Anzeigenblätter der Elektrofachmärkte und Supermarktketten. Was ich schon im Hausflur in die Kiste werfe, weil das krachbunte Papier und die durchgestrichenen kleinen Zahlen mit den großen darunter, also die vermeintlichen Angebote, das ganze KAUF MICH und SO BILLIG WIRD ES NIE WIEDER aggressiv macht, all das holt es wieder heraus. Und liest. Und staunt.

Wie günstig! Auch kennt das Kind jetzt Marken – nicht nur Lego, wie vor kurzem noch – sondern Nike oder Adidas und Namen von Spielkonsolen und Smartphones. Das Kind speichert sie beim Lesen ab, bringt sie aus der Schule mit und von draußen. Zugleich ist ein Bewusstsein erwacht. Es hat gehört von der Vermüllung der Meere und hört mich fluchen über einzeln verpackte Kekse und Bio-Smoothies und Powerfood-Snacks mit lustigen Figuren drauf im Kassenbereich.

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