Berlin - Ein traditionell türkisches Essen beginnt immer mit einer gedeckten Tafel voller Meze. Kleine orientalische Tapas wie Linsenköfte oder gerollte Weinblätter etwa, die neben Paprikapasten oder Cacik, einem Joghurt-Gurken-Minz-Dip, stehen. Arzu Bulut, 48, und Lale Yanik, 52, haben es bereits in ihrer Kindheit so kennengelernt. „In unserer Kultur ist das Kochen ein Ausdruck von Liebe“, sagt Bulut. Türkische Mütter würden anders kochen, weil sie ihrer Familie das gewisse Wohlgefühl im Leben geben wollten.

Wer mit Bulut und Yanik spricht, kann dieses Wohlgefühl spüren. Es ist ein angenehmes Selbstbewusstsein, das einem im Gastraum ihres geschlossenen Restaurants „Osmans Töchter“ im Prenzlauer Berg entgegentritt. Kein Wunder. Die beiden Unternehmerinnen trotzen der Corona-Krise und haben ihr auf persönliche Geschmackserlebnisse ausgerichtetes Restaurantkonzept über den einzigen bundesweiten Onlineshop für Meze in den digitalen Raum verlagert. In einer Welt mit Pandemie klingt ihre Kultur des Teilens zwischen vielen Menschen auf den ersten Blick nur bedingt funktionabel.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.