Mehrere Personen wurden am Sonntag rund um die Siegessäule festgenommen. 
Foto: Eric Richard 

BerlinAuch für diesen Sonntag hatten „Querdenker“-Anhänger und Verordnungskritiker wieder mehrere Demonstrationen angemeldet, auch Spontan-Demos zogen durch die Stadt. An der Siegessäule fanden sich - ohne Demo-Anmeldung - laut Polizei bereits am frühen Morgen eine „Personenanzahl im unteren vierstelligen Bereich“ zusammen.

Einige Menschen hätten versucht, auf der Grünfläche direkt um die Siegessäule Zelte aufzuschlagen. „Das ist unterbunden worden“, sagte Martin Halweg, Sprecher der Berliner Polizei, der Berliner Zeitung am Sonntagmittag. Man sei mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort gewesen.

Mehr als 1000 Demonstranten strömten auch am Sonntag wieder zur Siegessäule. 
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Am Sonnabend waren Siegessäule und Großer Stern Schauplatz für die Abschlusskundgebung nach der Großdemonstration der „Querdenker“ mit mehreren Zehntausend Teilnehmern, großer Bühne und riesigen Videoleinwänden gewesen. Die Hauptbühne an der Siegessäule sei vom Veranstalter trotz Aufforderungen nach wie vor nicht abgebaut worden, beklagt die Polizei. Werde das nicht zügig erfolgen, werde die Polizei eine Firma beauftragen und die Arbeit den Anmeldern in Rechnung stellen.

Vorab sei für die Siegessäule am Sonntag keine Demonstration angemeldet worden, erklärte Halweg auf Nachfrage um kurz vor 15 Uhr. Es handele sich dort also bisher um eine „unerlaubte Personenansammlung“. Die Menge an der Siegessäule habe zu eng beieinander gestanden. Man habe zunächst Platzverweise ausgesprochen, danach auch Personen festgenommen und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. 

Am Nachmittag entschieden sich rund 500 Teilnehmer zu einer Spontandemo durch den Tiergarten. 
Foto: Eric Richard 

Am Nachmittag entschlossen sich nach Schätzung eines Reporters der Berliner Zeitung schließlich rund 500 Menschen am Großen Stern dazu, als Spontandemo durch den Tiergarten zu ziehen. Am Nachmittag stießen sie zu einer angemeldeten „Querdenker“-Kundgebung am Brandenburger Tor, wodurch die Teilnehmerzahl auf schätzungsweise 1000 stieg. Als es zu regnen begann, löste sich die Kundgebung auf. 

Der Corona-Protest am Brandenburger Tor löste sich am frühen Abend auf. 
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Bereits ab 10 Uhr liefen die „Querdenker“ außerdem auf der Straße Unter den Linden zwischen Friedrichstraße und Pariser Platz. Die Demonstration war mit 300 Teilnehmern angemeldet unter dem Motto „Wir gründen 299 Querdenker-Fronten auf Wahlkreisebenen“, kombiniert mit einer Kundgebung auf dem Pariser Platz zum Thema „Maskenball vor dem Brandenburger Tor“.

Update: Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot eines Protestcamps von Gegnern der Corona-Politik in Berlin am Sonntagabend bestätigt. Das teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Die Dauermahnwache war vom 30. August bis zum 14. September auf der Straße des 17. Juni geplant, die durch den Tiergarten zum Brandenburger Tor führt und am Rand des Regierungsviertels liegt.