Berlin - Knaack-Kulturhaus, das klingt nach Osten, und das soll es auch. Denn der einstige FDJ-Jugendklub an der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg hat sich einen neuen Namen zugelegt. Kulturhaus. Na ja. Erstmal steht der Name nur auf dem Papier, denn der Knaack musste vor drei Jahren schließen. Nach 58 Jahren. Neue Nachbarn störten der nächtliche Lärm und die Bässe aus dem Klub. „Was weder DDR-Obere noch bundesdeutsche Geschmackswächter schafften, gelang am Ende der Prenzlberg-Schickeria“, schimpfen die Betreiber noch heute.

Nun kündigen sie die Rückkehr ihres Klubs als Kulturhaus an und feiern das auch gleich mit einem Sommerfest im Mauerpark, ein Open Air mit etlichen Bands und DJs am 24. und 25. August. Direkt neben dem Mauerpark an der Eberswalder Straße, dort wo die Straßenbahn einst wendete, soll ihr neues Haus entstehen. Mit Platz für 400 Leute, einem Café mit Terrasse sowie einer Brücke in den Park. Zur neuen Kulturhaus-Mischung gehören künftig neben Konzerten und Club auch Comedy, Klassik und Auftritte von Musikschulen. 2016, so der Plan, soll das Kulturhaus eröffnen, doch erstmal müssen die Betreiber den Erbbaupachtvertrag mit dem Bezirk abschließen.

Zum Sommerfest haben die Betreiber nun „alte und neue Weggefährten“ zusammengetrommelt. Bands treten auf wie Mutabor, Contravolta, Operators, Engerling, Deutschlands meiste Band der Welt, Budzillus. Schülerbands dürfen spielen und DJs sind dabei, die Knaack-Fans von früher kennen. „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten und vertreiben lassen wir uns schon gar nicht“, tönen die Knaack-Macher mächtig laut. Am Mauerpark stört das noch keinen.

Knaack Sommerfest im Mauerpark,

24. August von 14 bis 23 Uhr,

25. August von 11 bis 20 Uhr