Der Geruch von Bierdunst und Zigarettenrauch, das spärlich-warme Licht, das durch die Bleiglasfenster fällt, die jahrzehntealte Patina auf der dunklen Wandtäfelung – ja, alles ist wie früher. Man möchte es nicht glauben, aber Augen, Nase und Geschmacksnerven bestätigen es. Das legendäre „Alt Berlin“ aus der Münzstraße in Mitte, bis 2014 die wahrscheinlich älteste Kneipe Berlins, ist wieder auferstanden. An neuem Ort. Mit altem Interieur und altem Freundeskreis. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht über Facebook verbreitet.

In den zwei engen, schummrigen Gasträumen blicken sich staunend die ersten Besucher um, die am Freitagabend zur Wiedereröffnung auf den Hof des Ballhauses Berlin an der Chausseestraße gekommen sind. „Da setze ich mich doch gleich wieder an meinen alten Stammplatz“, sagt einer aus der früheren Kundschaft. In ein kleines Nebengebäude, das früher als Getränkelager diente, haben Ballhaus-Betreiber Christof Blaesius und das frühere Team des Alt Berlin die Bierstube wieder hergerichtet. Transplantiert müsste man sagen, denn die Kneipe befindet sich fast eins zu eins im alten Zustand.

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