Gerade ging es hier noch um den unter Eisschichten eingefrorenen Splitt, und kaum dreht man sich um, ist der Frühling in die Stadt eingezogen. An den ersten milden Sonnentagen eines Jahres – ganz egal, ob sie im März oder, wie aktuell, schon Mitte Februar die Winterkälte vertreiben – zieht es die Menschen traditionell in Scharen nach draußen. Anno 2021 potenziert sich der Drang nach Freiheit wegen der Pandemie nun in bislang ungeahnte Ausmaße. Wurde es auch in den Vorjahren logischerweise voller und folglich enger, wenn mehr Menschen auf dieselbe Fläche strömten, kommt in der momentanen Lage mitunter das Bewusstsein für die Abstandswahrung hinzu.

Wenn wir ehrlich sind, ist von diesem Bewusstsein auf Bürgersteigen, Spielplätzen und in jeder innerstädtischen Parkanlage zwar rein gar nichts zu sehen. Aber es gibt eine Oase, in der die Menschen sehr penibel darauf achten, einander nicht zu nahe zu kommen: auf der Parkbank. Eigentlich ist sie ein Paradebeispiel der Stadt für alle. Auf ihr sind alle gleich, jede und jeder hat hier grundsätzlich den gleichen Anspruch auf einen Sitzplatz. Im besten Fall ist die Parkbank sogar ein Ort der Begegnung, wenn Fremde sie sich teilen und miteinander ins Gespräch kommen.

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