Berlin - In Pankow, gleich an der Grenze zu Prenzlauer Berg, eröffnet am 1. Mai ein neuer Kulturort. Die frühere Willner-Brauerei Berlin, kurz WBB, an der Berliner Straße 80 gilt als die neue Adresse für die kreative, künstlerische und feierfreudige Szene der Stadt. Auf dem etwa 4 000 Quadratmeter großen Gelände mit seinen denkmalgeschützten Industriebauten erwartet die Besucher ab 1. Mai eine Mischung aus Kunst, Veranstaltungen und Gastronomie.

Klub der Republik im Trafohaus

Ein Biergarten eröffnet, eine Pizzeria ist geplant, der Klub der Republik, im vergangenen Jahr aus Prenzlauer Berg gedrängt, plant in Kürze seine Wiedereröffnung im alten Trafohaus auf dem Gelände. Kunsthandwerker haben sich Arbeitsräume eingerichtet, ebenso Fotografen, Illustratoren und Grafiker.

Eine Gruppe Künstler hat das Gelände für vorerst zehn Jahre gepachtet, es gehört dem Investor Nicolas Berggruen. Die neuen Betreiber sehen sich als Zwischennutzer, Geld für aufwendige Sanierungen haben sie nicht. Aber sie bieten Platz für Performance, Theater, Installation, Fotografie, Mode und Architektur. Vom 1. bis 5. Mai zeigen die WBB-Betreiber zum ersten Mal das Gelände.

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Der Biergarten öffnet an diesem Mittwoch um 15 Uhr. Im Erdgeschoss des Brauhauses sind am kommenden Wochenende Exponate und Fundstücke aus der über 130-jährigen Brauereigeschichte zu sehen. Eine Fotoausstellung zeigt Bilder aus der Zeit, als die heutigen Nutzer die leere Brauerei für sich entdeckten. Zuvor gab es dort einen Trödelmarkt. Ehemalige Mitarbeiter der Brauerei führen Besucher durch die Räume und Hallen. Anmeldungen sind nötig.

Am Sonntag (16–19 Uhr) steht das Thema Zwischennutzung im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit Architekten, Stadtplanern und Mitarbeitern des WBB.

Eröffnungsprogramm im Internet: www.wbb-pankow.de