„Berlins Drittes Geschlecht“ hieß das Buch, das der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld 1904 veröffentlichte. Die Berliner Zeitungen schrieben über Männer, die Frauen waren, und Frauen, die Männer waren, oder Männer, die Röcke trugen. Die Öffentlichkeit erfuhr zwischen 1907 und 1909 von des Kaisers homosexuellen Freunden. 1897 debattierte der Reichstag im Plenum über die Streichung des Schwulen-Paragrafen 175 Strafgesetzbuch. Neu-Großstädter der ausgehenden Kaiserzeit stellten die alte Sexualmoral infrage und waren neugierig auf anderes Leben. Sie gingen zu Völkerschauen, ins Panoptikum, probierten fleischlose Ernährung und Nacktsein.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.