Berlin - Bei ihren Ermittlungen im Fall eines getöteten Säuglings hat die Mordkommission erste Hinweise zur Tat erhalten. Der Säugling war am 12. Mai dieses Jahres gegen 10 Uhr tot in einer Grünanlage an der Fritz-Wildung-Straße in Wilmersdorf von einem 27-jährigen Spaziergänger entdeckt worden.

Der Hund des Mannes hatte das tote Kind aufgespürt. Die Leiche des Jungen  war in einem roten Frottiertuches eingewickelt. Die Obduktion ergab, dass der Säugling lebend zur Welt kam und lebensfähig war. Noch am selben Tag verteilten die Ermittler Plakate , auf denen Anwohner um Mithilfe bei der Aufklärung des Tötungsdelikts gebeten wurden.

Brünette Frau zwischen 30 und 40 Jahre

Eine Zeugin meldete sich bei der Polizei. Sie sagte, dass sie bei der Suche nach einem Parkplatz am 11. Mai gegen 8.15 Uhr ein Paar gesehen habe, das zu Fuß aus dem Park kam. Das Paar lief nach ihrer Beschreibung Hand in Hand. Nach Aussagen der Zeugin habe die Frau  auf sie verstört und erschöpft gewirkt. Die Polizei bittet das Paar sich als Zeugen zu melden. Außerdem interessieren sich die Fahnder weiterhin für Frauen, die bis zum 11. Mai ein Kind erwarteten und nun kein Kind haben.

Die gesuchte Frau ist zwischen 30 und 40 Jahre alt. Sie hat eine normale Statur. Ihr braunes Haar sei schulterlang und wellig gewesen, berichtete die Autofahrerin.  Der Mann sei etwa gleich alt und vom Aussehen gewöhnlich. Der Zeugin fiel aber auf, dass der Mann  eine leere, größere feste Einkaufstasche  unter dem Arm trug. Diese Taschen werden in Drogeriemärkten angeboten. Der Mann trug eine helle Jacke.  Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.