Etwa vier Grad Wassertemperatur: Die Winterbader im Orankesee schreckt das nicht ab.
Foto: dpa/Paul Zinken

BerlinWinterharte Schwimmer haben sich am ersten Weihnachtsfeiertag in den kalten Orankesee in Berlin gewagt. Bei Nieselregen und etwa vier Grad Wassertemperatur badeten rund 60 „Berliner Seehunde“ in Alt-Hohenschönhausen - teilweise mit roten Zipfelmützen und im Weihnachtsmannkostüm. Traditionell wurden dazu Weihnachtslieder gesungen und Glühwein getrunken, wie Vereinsvorsitzende Ursula Schwarz am Mittwoch sagte.

„Das ist kein Wettkampfsport, es geht um den Spaß an der Freude“, betonte Schwarz. Deshalb gehe es nicht darum, wer wie lange im kalten Wasser bleibt - von ein paar Sekunden bis zu fünf Minuten sei alles dabei. Die meisten gehen demnach zweimal kurz ins Wasser und wärmen sich zwischendurch im Bademantel auf.

Rote Mützen gehören bei der Aktion einfach dazu.
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Die Winterbadesaison der „Berliner Seehunde“ beginnt Mitte September und dauert bis Ende April. Jeden Sonntagvormittag treffen sich die Vereinsmitglieder im Strandbad Orankesee. Warum? „Weil's Spaß macht, gut tut und Glückshormone ausschüttet“, sagt Ursula Schwarz. Außerdem verspricht sie sich etwas Abhärtung gegen lästige Erkältungen.

Wer sich selbst einmal ins kalte Nass wagen will, sollte sich vorher per Kontaktformular beim Verein anmelden. Erstmal nur gucken können Interessierte beim Eisfasching der „Berliner Seehunde“ am 11. Januar.