Wolfgang Stumph am Elbufer in Dresden. 
Foto: MDR/DOKfilm/Jan Urbanski (S2+)

Berlin - Wolfgang Stumph hätte zu DDR-Zeiten seine Heimat verlassen können. In den 1960er-Jahren besuchte er als Zwölfjähriger in den Schulferien immer seine Verwandtschaft, die im Ruhrgebiet wohnte. Aber er wollte auch immer zurück in sein Dresden. „Zu meiner alleinerziehenden Mutter, zu Freunden, der Kinderschauspielgruppe, der Sportgemeinschaft. Das war und ist meine Heimat. Das konnte ich doch schon damals als Zwölfjähriger nicht in Stich lassen.“ Nach der Wende blieb er, „weil ich etwas bewegen und verändern wollte. Ich wollte als Kabarettist vor nichts ausreißen, erst recht nicht vor meinem Publikum“.

In seiner Dokumentation (3. Oktober, 20.15 Uhr im MDR) trifft er neun Menschen. Neun Schicksale, neun Leben. Alle haben sich entschieden, nach der Wende zu bleiben. 1989 verließen etwa 30.000 Menschen die DDR, heute leben etwa 16 Millionen in den neuen Bundesländern. Menschen, die wegzogen, traf Stumph bereits für andere Dokumentationen. „Danach fragten uns viele, dreht doch auch mal was über uns, die ihre Heimat nicht verlassen haben. Und das taten wir.“ Er fügt hinzu: „Bei den Begegnungen mit den Protagonisten des Films habe ich auch viel von mir wiedergefunden.“

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