BerlinGleich bei der Berliner Zeitung verkaufen sie Kokain: Nur 500 Meter vom Verlagsgebäude in Kreuzberg entfernt bietet eine Chatgruppe über das Internet Drogen an. Das verrät die Telegram-App auf meinem Smartphone. Nur ein paar Straßen weiter wird mir die Gruppe „Coke Cola 24/7“ angezeigt, dekoriert mit Taxi- und Schneesymbol. Mir ist schnell klar, dass es sich um ein Kokstaxi handelt, ein Lieferservice für Rauschgift.

Über den Messengerdienst Telegram lassen sich nicht nur normale Nachrichten an Freunde und Bekannte verschicken, die App zeigt auch unbekannte Personen und Gruppen in der Nähe an. Das Tor in eine Parallelwelt, in der Drogendealer, Prostituierte, Verschwörungstheoretiker oder Nazigruppen in der Nachbarschaft sichtbar werden. Sie betreiben im Internet relativ ungestört ihr Geschäft, für jeden erkennbar, der die App nutzt.

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