Wenn Amar (Name geändert) mal schläft, für eine Viertelstunde oder zwanzig Minuten, dann tut er das häufig in einem U-Bahnhof. „Da ist es wärmer“, sagt er und lächelt schief. Er ist ein schlaksiger Kerl, die graue Trainingsjacke, die er trägt, sieht nicht so aus, als würde sie ihm durch kalte Nächte helfen. Lange bleiben kann er nicht, wenn er am Abend einen warmen Ort gefunden hat. Tag für Tag stellt sich Amar um drei Uhr vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in der Turmstraße in die Schlange der Wartenden. Eine Wartemarke hat er seit Wochen. Aufgerufen wurde sie nicht. Amar hat bislang nichts in der Hand. Er konnte sein Asylbegehren noch nicht stellen, er bekommt kein Geld.

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