Berlin - Das sieht nach viel Arbeit aus. Um den weiter wachsenden Bedarf zu decken, müsste die Zahl der Radstellplätze an Berliner U- und S-Bahnhöfen in den kommenden Jahren mehr als verdoppelt werden. Aus einer Analyse im Auftrag des Senats geht hervor, dass dort Parkraum für rund 42.000 Fahrräder fehlt. Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier hatte den Senat in einer Anfrage gebeten, einen Überblick über die bestehenden und künftigen Fahrradabstellanlagen in Berlin zu geben. Doch abgesehen von den Zahlen zu Stellplätzen vor den Bahnhöfen erweist sich die Datenbasis als löchrig. „Entweder gibt es kein Reporting, oder die Bezirke haben auch drei Jahre nach dem Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes keine Statistik“, sagt der Politiker und wundert sich.

Bike and Ride – so lautet das neudeutsche Schlagwort. Anstatt mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren, sollen sich die Berliner aufs Rad schwingen, um U- oder S-Bahn zu erreichen. Tatsächlich entscheiden sich bereits zahlreiche Berlinerinnen und Berliner für diese klimafreundliche Variante, die auch der Gesundheit dient. Um sie zu unterstützen, wurden an vielen Stationen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der S-Bahn Fahrradbügel aufgestellt. Doch schon seit Jahren ist klar, dass das Angebot angesichts des Andrangs nicht mehr ausreicht. Wo der Bedarf besonders groß ist, zeigt die Analyse, bei der das Landesunternehmen infraVelo an 236 Bahnhöfen während der Jahre 2018 bis 2020 mehr als 37.500 Stellplätze gezählt hat. In seiner Antwort auf Sven Kohlmeiers Anfrage nennt Verkehrs-Staatssekretär Ingmar Streese (Grüne) Einzelheiten.

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