Wo kommen Sie her?

Ursprünglich aus Saarbrücken, die letzten zwölf Jahre habe ich aber in New York gelebt. In Brooklyn.

Warum jetzt gerade Berlin?

Wir haben eine Tochter bekommen und wollten, dass sie näher bei den Großeltern ist. Mein Mann stammt aus Schweden, ich komme aus dem Saarland, Berlin ist da quasi in der Mitte. Außerdem ist New York ein ziemlich teures Pflaster und deutlich hektischer im Vergleich zu Berlin. Nach zwölf Jahren New York wollten wir ein langsameres Tempo. Berlin ist eine Großstadt, und trotzdem gediegen, das gefällt uns sehr.

Wo wohnen Sie?

In Prenzlauer Berg. Wir haben zunächst eine Wohnung in Kreuzberg gesucht, aber alles, was wir uns dort angeschaut haben, ob in der Nähe des Kottbusser Tors, im Wrangelkiez oder in der Bergmannstraße, war für diese Qualität zu teuer. Die Wohnungen in Prenzlauer Berg sind auch nicht gerade billig, aber im Preis-Leistungs-Verhältnis zu den Angeboten angebrachter.

Was hat Sie an Berlin überrascht?

Ich lebte ja viele Jahre nicht mehr in Deutschland. Was mich wirklich überrascht, ist, dass die Menschen hier viel freundlicher sind, als ich das in Erinnerung hatte. Die sind ja gar nicht mehr so miesepetrig, so ernst! Und das finden wir super.

Wie lange haben Sie vor zu bleiben?

Berlin ist jetzt unser Lebensmittelpunkt. Wir haben großes Glück, dass wir von zu Hause aus arbeiten können. Ich mache jetzt zwar gerade noch eine Pause, aber ich arbeite weiterhin als Politikberaterin für die New York University in einem Thinktank im Bereich Friedens- und Sicherheitspolitik. Mein Mann arbeitet auch von hier aus, mit einem Partner betreibt er ein Möbelgeschäft in Soho. Ich denke, dass viele Menschen in den nächsten Jahren mobiler arbeiten werden, also der Arbeitsplatz nicht unbedingt dort sein muss, wo das Geschäft oder die Zentrale ist. Das wird zunehmen.