Plus 49 Prozent: Jeder Mieter ahnt, was diese Zahl im angespannten Berliner Wohnungsmarkt bedeutet. Fast genau um die Hälfte sind die Wohnungsmieten in der Hauptstadt innerhalb der letzten fünf Jahre gestiegen. Das ist so stark wie nirgendwo sonst in Ostdeutschland und wahrscheinlich auch ein Spitzenwert bundesweit. Die börsennotierte TAG Immobilien AG hat in ihrem aktuellen „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland“ festgestellt, dass die Berliner Mietpreise im ersten Halbjahr 2016 bei durchschnittlich 9,89 Euro pro Quadratmeter liegen, auch der Quadratmeter Wohneigentum sei mit rund 3200 Euro so teuer wie noch nie.

Die Beliebtheit der Hauptstadt und deren teurer werdendes Wohnungsangebot strahlt laut TAG-Bericht auch auf die umliegenden Städte aus. In Potsdam, Strausberg, Eberswalde und Nauen, die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind, stiegen die angebotenen Mieten zwischen 2011 und 2016 um 22 bis 30 Prozent.

Für Mieter nicht schön, für Investoren zunehmend lohnend. Nicht nur im Berliner Umland und in Brandenburg, sondern in vielen Orten Ostdeutschlands. Die TAG spricht von einem Comeback und einer neuen Attraktivität ostdeutscher Groß- und Mittelstädte, die „Miet- und Kaufpreise an den lokalen Wohnungsmärkten deutlich steigen“ lassen. Der Bevölkerungsrückgang sei vielerorts mindestens gestoppt, die wachsende Wirtschaft würde zu „steigender Kaufkraft, sinkenden Leerstandsquoten und attraktiven Renditen“ führen.

Die TAG bewirtschaftet rund 80.000 Wohnungen, davon ein Großteil in Berlin und im Osten.