Mitte ist die teuerste Wohngegend in der Bundeshauptstadt. Hier müssen Wohnungssuchende 31 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für das Wohnen aufbringen, wie das Internetportal Immobilienscout24 am Freitag mitteilte. Es sei deswegen kaum verwunderlich, dass sich die Suche nach einer Wohnung auf die umliegenden Stadtteile konzentriere.

Wem die Stadtteile Mitte oder die Szene-Viertel Prenzlauer Berg und Friedrichshain zu teuer sind, der weiche auf Wedding oder Neukölln aus, stellte das Internetportal fest. Im Ranking der zehn beliebtesten Stadtteile liegt Wedding auf Platz eins. Hier kämpfen im Durchschnitt 62 Interessenten um eine freie Wohnung. Auch in Neukölln konkurrieren 60 Interessenten um die passende Wohnung.

Tempelhof: 59 Interessenten pro Objekt

Tempelhof folgt mit 59 Interessenten pro Objekt. „Wedding und Neukölln sind sehr beliebt bei der Wohnungssuche“, sagte Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei Immobilienscout24. „In diesen Stadtteilen steigen zwar auch die Preise, sie sind aber im Vergleich zu den hippen Bezirken Friedrichshain und Prenzlauer Berg noch bezahlbar.“ Im Umkehrschluss steige hier aber auch die Konkurrenz um freie Wohnungen, so Hebecker.

Entspannte Wohnungssuche im Osten

Entspannter sei die Wohnungssuche in den östlichen Außenbezirken. In Grünau kommen acht Interessenten auf ein Objekt. In Rahnsdorf und Marzahn interessieren sich im Durchschnitt neun Suchende für eine Wohnung.

Rat des Internetportals an die Wohnungssuchenden: „Besser auf Bezirke konzentrieren, in denen die Nachfrage nicht zu hoch ist.“ Je weniger Mitbewerber es gebe, desto höher seien die Chancen, eine Zusage zu bekommen – und eine Wohnung mit erschwinglichem Mietpreis. Es lohnte sich zudem, die gewünschte Zimmeranzahl zu überdenken. Im besten Fall sei eine Wohnung mit mehr Zimmern lukrativer als eine kleinere, da hier die Nachfrage geringer ist.