In Berlin sind im vergangenen Jahr mehr als 17.400 Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen umgewandelt worden. Das geht aus der Antwort der Stadtentwicklungsverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.

Besonders betroffen ist demnach der Bezirk Pankow mit rund 3750 umgewandelten Wohnungen. Es folgen Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt fehlen bereits seit Jahren günstige Mietwohnungen. Die Eigentumsquote schätzte der Senat inzwischen auf 23 Prozent. Amtliche Zahlen für 2015 lagen noch nicht vor.

Ein lukratives Geschäft

Die Umwandlung eines Mietshauses in Eigentumswohnungen ist für den Besitzer meist ein lukratives Geschäft. Er kann sein Haus dann wohnungsweise verkaufen und damit deutlich höhere Renditen erzielen. Da eine nicht vermietete Wohnung teurer verkauft werden kann als eine vermietete, werden Mieter nach Einschätzung des Berliner Mietervereins oft gekündigt oder „rausgekauft“. (dpa)