Berlin - Notfalls droht Zwangsgeld: Der Bezirk Mitte geht als erster in Berlin gegen den Missbrauch von Mietwohnungen als Ferienwohnungen vor. Er hat jetzt dem Besitzer eines Wohnhauses in der Wilhelmstraße 89 die Nutzung von elf Ferienwohnungen untersagt. „Der Eigentümer muss die Nutzung innerhalb von einer Woche einstellen“, sagt Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). Sollte sich der Vermieter nicht an die Anordnung halten, droht ihm ein Zwangsgeld in Höhe von 10.000 Euro. Gothe bezeichnet sein Vorgehen als Musterverfahren. „Wir wollen erreichen, dass die Nutzung der Mietwohnungen als Ferienwohnungen unterbleibt“, sagt er. Er hoffe darauf, dass die Wohnungen jetzt wieder langfristig vermietet werden.

Das sieht der Stadtrat vielleicht zu optimistisch: Der Eigentümer, die B.Ä.R.-Grundstücksgesellschaft, hat sich gegenüber dem Bezirk bisher nicht geäußert. Gothe rechnet deshalb damit, dass der Fall in ein Paar Wochen vor Gericht landen wird. „Dann wird dort die Rechtslage eindeutig geklärt.“ Der Berliner Zeitung sagte B.Ä.R.-Sprecher Markus Hennig am Mittwoch: „Wir sind derzeit in rechtlicher Überprüfung. Hinsichtlich der Bewertung und der Konsequenzen sind wir noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen.“

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