Berlin - Verena von Stackelberg ahnte lange nicht, dass der Ort, an dem sie ihren Traum verwirklichen würde, ganz nah war. Er sah auch nicht danach aus, der Eckladen schräg gegenüber ihrer Wohnung in Neukölln war ein dunkles, abweisendes Loch, mit zugeklebten Scheiben. An einem Fenster stand in großen Buchstaben „Zigarre“, darum ging Verena von Stackelberg einmal rein, sie dachte, es sei ein Tabakgeschäft. Es war aber nur der Name des Bordells, das hier untergebracht war. Verena von Stackelberg hat das Erdgeschoss auf der anderen Straßenseite dann nicht weiter beachtet, bis 2011 vor der „Zigarre“ plötzlich  viel Betrieb war. Männer trugen Sachen raus, Spiegel, Kisten, Teppiche. Das Bordell zog aus. Sie fand heraus, wem das Haus gehörte, konnte sich die leeren Räume ansehen. Als sie wieder rauskam, wusste sie, dass dies der Ort war, auf den sie gewartet hatte. Dass sie hier ihr Kino eröffnen wollte.

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