Die Linie U55 am Bahnhof Brandenburger Tor in Berlin
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Die neue U-Bahn testen

Vor einem Jahrzehnt hoffte man noch, dass der Betrieb 2017 beginnt, dann war von 2019 die Rede. Jetzt soll es im Dezember 2020 so weit sein. Auch die Kostenschätzung, die sich lange auf 433 Millionen Euro belief, musste korrigiert werden – zuletzt auf 525 Millionen Euro. Dennoch  muss man sagen, dass das größte Verkehrsprojekt in der historischen Mitte Berlins, der U-5-Lückenschluss, gut vorangekommen ist. So, wie es seit einiger Zeit aussieht, wird im Tunnel zwischen den U-Bahnhöfen Alexanderplatz und Brandenburger Tor in knapp einem Jahr die Fahrgastbeförderung beginnen. Dann wird die U5 aus Hönow, die große Teile des Berliner Ostens erschließt, zum Hauptbahnhof weiterfahren – was den Fahrgästen neue Direkt- und bessere Umsteigeverbindungen beschert.

Eis-Prinzessinnen sehen

Team Berlin 1 beim Training für das Synchroneiskunstlauf.
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Wenn ein gutes Dutzend Eisläuferinnen in farbenfrohen Kostümen im Gleichschritt über das   gefrorene Wasser saust und dabei  als Formation    verschiedenste Choreografien aufs  Eis zaubert, dann     kann es sich eigentlich nur um Synchron-Eislauf handeln – der jüngsten Disziplin  des Eiskunstlaufs. Die Läuferinnen des Team Berlin zählen  dabei zu  den besten  hierzulande. Vielleicht  werden   die Deutschen Meisterschaften im Synchroneiskunstlaufen deshalb auch 2020 wieder in Berlin  ausgetragen. Und zwar am 11. und 12. Januar im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding. Das Team Berlin 1 will dabei seinen Titel als Deutscher Meister verteidigen und sich für die Weltmeisterschaft in den USA qualifizieren. Die Wettbewerbe starten am Sonnabend gegen 18 Uhr und am Sonntag gegen 15.45 Uhr. Tickets kosten 8 Euro.

Gegen Masern piksen

Ein Kind wird geimpft.
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Schul- und Kindergartenkinder sollen wirksamer vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das der Bundestag am 14. November beschloss. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in den Kindergarten oder die Schule die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung in der Kindertagespflege soll die Masernimpfung nachgewiesen werden. Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflege- und medizinisches Personal. Asylbewerber und Flüchtlinge müssen vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft geimpft sein.

Panda-Babys gucken

Die Panda-Zwillings-Männchen Meng Yuan (l) und Meng Xiang liegen bei der Bekanntgabe ihrer Namen und ihres Geschlechts im Berliner Zoo in ihrem Bett.
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Die beiden Panda-Jungen im Berliner Zoo wurden neulich von Tierpflegern mit ihrem ersten Spielzeug überrascht. Der Zoo hat aus diesem Anlass extra eine Mitteilung verschickt. Darin ist zu lesen, wie Panda Meng Xiang neugierig seinen Kopf hebt und einen mit grünen Bambusblättern gefüllten Weidenball begutachtet. Unterdessen perfektioniere der deutlich aktivere Panda Meng Yuan seine Fortbewegung und habe erstmals auf wackeligen Beinen die Unterbringungs-Box durchquert. Mittlerweile bringen die Zwillinge 7140 Gramm (Meng Xiang) und 6866 Gramm (Meng Yuan) auf die Waage. Anfang des kommenden Jahres werden die kleinen Pandas gemeinsam mit ihrer Mutter Meng Meng zum ersten Mal auch für Zoo-Besucher zu sehen sein. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Es werde wohl Ende Januar, Anfang Februar soweit sein, teilt der Zoo mit. Es hängt davon ab, wie sich die Tiere weiterentwickeln. Der Zoo wird den Termin über die Medien und auf seiner Internetseite bekannt machen.

Flug-Tickets buchen

Letzte Vorbereitungen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER).
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

Wann man die ersten Tickets für einen Flug vom neuen Großflughafen BER buchen kann, hat die Flughafengesellschaft bisher noch nicht verraten. Allerdings hat sie mitgeteilt, wann man endlich vom BER abfliegen können wird. Es existiert ein fertiges Szenario für die letzten Tage von Tegel und Alt-Schönefeld. Demnach wird der 31. Oktober 2020 ganz normal beginnen, mit Starts wie auch mit Landungen. Doch später am Tag wird sich dann etwas ändern: Die letzten Maschinen des Tages werden nicht mehr in Tegel, sondern am BER landen. Wie BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup kürzlich im Interview mit der Berliner Zeitung verriet, werden diese sogenannten Night-stopper die ersten Linienflugzeuge sein, die am nächsten Morgen vom neuen BER starten. Die ersten Maschinen, die am BER landen, werden am selben Nachmittag eintreffen, die anderen dann am Abend. Mit diesen Ankünften soll das Terminal T1 des BER in Betrieb gehen. Die ankommenden Fluggäste werden die ersten sein, die am neuen Flughafen aussteigen.

Beethoven genießen

Das berühmteste Portrait Beethovens von Joseph Karl Stieler um ca. 1820
Foto: Beethoven-Haus

2020 feiert Deutschland den 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven. Neben vielen Konzerten, zu denen Details auf der Internetseite der Beethoven Jubiläums GmbH nachzulesen sind, gibt es im Jubiläumsjahr Workshops, Lesungen, Ausstellungen und ungewöhnliche Angebote.  Im Rahmen eines Workshops widmet sich zum Beispiel das Musikinstrumenten-Museum an der Ben-Gurion-Straße am 19. Januar der Frage „Wie konnte Beethoven komponieren, obwohl er bereits mit 28 Jahren schwerhörig und später ganz taub war?“ Am 23. Februar veranstaltet dieses Museum ein Beethoven-Geburtstagsfest für Kinder. Die Staatsbibliothek zeigt im März einen Schatz: eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Beethoven-Notenhandschriften.

Den Planeten bewegen

Loveparade-Erfinder Dr. Motte
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Loveparade-Erfinder Dr. Motte hat für 2020 ein neues großes Projekt angekündigt. „Rave The Planet“ soll es heißen und Mitte Januar öffentlich gemacht werden, wie sein Management kürzlich mitteilte. Das Projekt wollen die Veranstalter im Detail im neuen Jahr vorstellen. Bisher heißt es dazu nur, dass durch die Initiative weltweit Resonanz erzeugt und Berlin ins Zentrum der elektronischen Musik und der Clubkultur gerückt werde. Dr. Motte (59, bürgerlich: Matthias Roeingh) hatte vor 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. 150 Technofans tanzten 1989 unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ damals auf dem Kurfürstendamm, später wurde daraus ein Millionenspektakel. Seit dem verheerenden Unglück in Duisburg 2010 gibt es die Loveparade nicht mehr. Das Projekt soll am 13. Januar starten.

Elton John verabschieden

Legenden, Leidenschaften und Lieblingslieder - Elton John.
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Nach mehr als einem halben Jahrhundert auf der Piste und einer beispiellosen Karriere bringt die „Farewell Yellow Brick Road Tour“ Elton John am 17., 18. und 20. Oktober für drei Konzerte auch nach Berlin. Wer sich für eins dieser Tickets in der Mercedes-Benz Arena am Ostbahnhof interessiert, muss allerdings mindestens 195 Euro investieren. Das ist vergleichsweise günstig. In den Logen, inklusive VIP-Pass und Parkplatzbenutzung können es dann auch 712 Euro sein. Auf der tourbegleitenden Internetseite präsentiert sich der Künstler gewohnt bunt und glitzernd. Zu sehen ist ein ebenfalls bunter Zusammenschnitt von Konzerten quer durch die vergangenen Jahrzehnte. Nach Abschluss der Tour werde er dieses Kapitel seines Lebens schließen, kündigte der Künstler an. Es sei ein Abschied vom Leben auf der Straße. Er wolle sich stärker seinen Kindern widmen, sagte Elton John. Ein Schelm, wer denkt, dass die Ankündigung einer letzten weltweiten Konzerttournee ein Grund für die Höhe der Ticketpreise sein könnte.

Frei machen

Feldmarschall Wilhelm Keitel, Oberkommandierender der Wehrmacht, unterschreibt in Berlin-Karlshorst die Kapitulations-Urkunde der deutschen Wehrmacht.
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Berlin hat einen weiteren gesetzlichen Feiertag bekommen: Am 8. Mai 2020 jährt sich die Kapitulation der Wehrmacht zum 75. Mal. Das Datum markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs und wird als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus gefeiert. Diesen Feiertag soll es allerdings nur einmal geben. In den Jahren danach ist er wieder ein normaler Arbeitstag. Allerdings gilt dann: Feiertag am 8. März, dem Internationalen Frauentag. Die Berliner Landesregierung hatte sich 2018 für diesen einmaligen gesetzlichen Feiertag ausgesprochen. Die rot-rot-grüne Koalition hatte den Gesetzentwurf Mitte Dezember 2018 in das Parlament eingebracht und am 24. Januar 2019 im Parlament verabschiedet. An jenem Tag wurde auch beschlossen, den 8. März künftig zum Feiertag zu erheben.

Das Schloss erobern

Passend zum 8.Mai kann jetzt auch die Öffentlichkeit das neugebaute Stadtschloss erobern.
Foto: Christian Ditsch

Ab September soll das Berliner Schloss etappenweise öffnen. Der Terminplan ist allerdings überaus ehrgeizig, zeitliche Puffer gibt es kaum. Vorgesehen ist, die Bauarbeiten bis Ende August abzuschließen. Im ersten Schritt ab September 2020 sollen das Untergeschoss, das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschosses öffnen. Bis zur Jahresmitte 2021 sollen in zwei weiteren Schritten die übrigen Etagen folgen. Das neue Schloss wird ein modernes Kulturzentrum. Hauptnutzer wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die dort die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst präsentieren will. Das Land Berlin plant eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt. Und die Humboldt-Universität richtet einen „Ort des Wissens und der Wissenschaften“ ein. Rund um das Schloss müssen noch die Freiflächen gestaltet werden. Zur Spreeseite ist eine große Terrasse geplant. Bis zum September 2020 soll der Außenraum im Norden, Osten und Süden fertiggestellt werden.