Einst waren sie enge Geschäftspartner. Seit Jahren aber streiten sie sich vor Gericht. Nun hat die ZDF-Moderatorin Carmen Nebel gegen ihren einstigen Manager Peter Wolf vor dem Amtsgericht Berlin gewonnen.

Das Gericht verurteilte den 62-jährigen Wolf am Donnerstag wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro. – für eine WhatsApp-Nachricht, die Wolf im März an die Assistentin von Nebel gesandt hatte und in der er von einem „asozialen Stück Scheiße“ schrieb, von dem er sich jeden Euro zurückholen werde.

Die Assistentin hatte die Nachricht an Nebel weitergeleitet. Diese hatte eigenen Angaben zufolge ihre Telefonkontakte für den Ex-Manager gesperrt und erstattete Anzeige. 

Wolf hatte die Nachricht an dem Tag verfasst, an dem er vom Landgericht Berlin dazu verurteilt worden war, an die Firma von Carmen Nebel 738.000 Euro zurückzuzahlen. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wolf sagte nun, er sei damals sehr verärgert gewesen – und habe am Abend, nach zwei Gläsern Wein, sein Handy gezückt. Er entschuldigte sich für seine Wortwahl, sagte allerdings auch, die Nachricht habe nicht Nebel, sondern wirklich der Assistentin gegolten, die ihm in den Rücken gefallen sei.

Der Richter glaubte ihm nicht. „Außerdem macht es keinen Unterschied, an wen die Worte aus der untersten Schublade gerichtet waren“, so Richter Oliver Hübner-Rymarzewicz. Wolf will gegen das Urteil vorgehen.

(Nachtrag: Wolf ist im Berufungsverfahren am 24. Juli 2020 zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.600 Euro verurteilt worden.)