Der Berliner Zoo will in diesem Frühjahr noch keinen Zuchtversuch mit den beiden Großen Pandas wagen. Pandadame Meng Meng (Träumchen) sei mit vier Jahren noch zu jung für eine Paarung, sagte eine Zoo-Sprecherin. Meng Meng war im vergangenen Sommer zusammen mit dem Panda-Männchen Jiang Quing aus der chinesischen Zuchtstation Chengdu nach Berlin gekommen. Die beiden schwarz-weißen Tiere, die jeden Tag kiloweise Bambus kauen, zählen im Zoo zu den Publikumslieblingen.

Die mehr als 70 Kilo schwere Pandabärin Meng Meng, geboren im Juli 2013, ist ausgewachsen. Sie gilt aber noch als sehr neugierig und verspielt - und hat auch so manchen Trick auf Lager. Monatelang versuchte sie die Aufmerksamkeit ihrer Pfleger zu erreichen, indem sie manchmal rückwärts lief. Seit Dezember bekommt Meng Meng ein wenig Verhaltenstraining - und zum Beispiel Futter zu unterschiedlichen Zeiten. Seitdem hat die sanftmütige Bärin ihre Marotte fast abgelegt.

Eine Zucht bei Großen Pandas gilt als Herausforderung, weil die Weibchen nur an wenigen Tagen im Frühjahr fruchtbar sind. In Berlin leben die beiden Pandas bisher in getrennten Gehegen auf ihrer rund zehn Millionen Euro teuren neuen Anlage.

Wie wählerisch Pandas bei der Partnerwahl sind, hat Berlin bereits bei den Bären Yan Yan und Bao Bao erlebt. Trotz aller Bemühungen gab es kein Bärenbaby. Yan Yan starb 2007, ihr Partner Bao Bao fünf Jahre später.

Kein anderer deutscher Zoo hält heute Große Pandas. Das neue Berliner Pärchen ist von China auch nur für 15 Jahre ausgeliehen, für rund eine Million US-Dollar pro Jahr. Sollten sich Meng Meng und Jiang Quing erfolgreich in der Hauptstadt paaren, muss ihr Jungtier nach der nötigen Zeit bei seiner Mutter zurück nach China - auch das regelt der Vertrag. (dpa)