Berlin - Wenn der BER im Oktober 2020 wirklich eröffnen sollte, dann gibt es nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu wenig Polizisten für den Standort.

Wie die Märkische Oderzeitung berichtet, baue die GdP darauf, dass sich die Eröffnung des Flughafens weiter verzögert. Hintergrund: Der Ausbau der Polizeiinspektion Schönefeld ist laut GdP bis zum nunmehr geplanten Eröffnungstermin des BER nicht zu schaffen.

Laut Schuster müsste die Inspektion mit 80 zusätzlichen Stellen besetzt werden. Trotz Rekord-Ausbildungszahlen an der Hochschule der Polizei reiche die Kapazität aber nicht für Schönefeld, sagte Schuster. Denn die derzeit ausgebildeten Beamten würden benötigt, um die Kollegen zu ersetzen, die demnächst in Pension gehen.

Nur 140 der 160 Polizeistellen besetzt 

Deshalb befürchtet die GdP, dass kurzfristig Beamte aus den Direktionen Ost und Süd nach Schönefeld abgezogen und an ihrem eigentlichen Standort erhebliche Lücken reißen würden.

Das brandenburgische Innenministerium widersprach der Gewerkschaft. Demnach gebe es ein Konzept, wie die Flughafeninspektion bis zur Eröffnung des Airports ausgebaut werden solle. Das Papier soll allerdings aus dem Jahr 2015 stammen, wonach das vorgesehene Fluggastaufkommen bei 31 Millionen Passagieren im Eröffnungsjahr lag. Schon heute flögen aber bereits 35 Millionen Passagiere von den Berliner Flughäfen.

Derzeit sind laut GdP von den vorgesehenen 160 Stellen der Polizei in Schönefeld 140 besetzt. Später sollen es 240 Polizeikräfte sein. (BLZ)