In Berlin eintreffende Asylbewerber müssen ihre ersten Nächte in der Stadt mittlerweile teils auf der Straße verbringen. Diesen Vorwurf erhebt der Berliner Flüchtlingsrat. Dabei ist das Land Berlin eigentlich verpflichtet, allen Neuankömmlingen eine Schlafgelegenheit zu vermitteln. Das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) räumt akute Unterbringungsprobleme ein. Deswegen hat das Amt am vergangenen Donnerstag, dem Tag der Deutschen Einheit, ein ehemaliges Seniorenheim in Spandau beschlagnahmt und am Wochenende mit der Belegung begonnen.

Nachts, am Wochenende und an Feiertagen hat die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende des Lageso in der Moabiter Turmstraße geschlossen. Dort eintreffende Neuankömmlinge würden von der Polizei dann in die Erstaufnahmeeinrichtung in der Spandauer Motardstraße gebracht, sagt Martina Mauer, die Sprecherin des Flüchtlingsrates. Auch aus anderen Bundesländern nach Berlin verteilte Asylbewerber, die oft nachts mit dem Zug ankämen, hätten diese Anlaufadresse in der Tasche.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.