„Zukunft Heimat“: Nach Gewalt in Cottbus erneut Demo gegen Flüchtlinge

Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in Cottbus sind dort erneut viele Menschen gegen Zuwanderung auf die Straße gegangen. Zu der rechtsgerichteten Demonstration und Kundgebung in der Innenstadt zog es am Samstag nach Einschätzung von Beobachtern etwas mehr als 2000 Menschen. Die Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ als Veranstalter sprach hingegen von rund 5000 Demonstranten. Die Polizei nennt generell keine Teilnehmerzahlen bei Demos in der Region.

Unter die Demonstranten mischten sich nach Polizeiangaben auch vereinzelt Rechtsextreme. Das war schon bei früheren Demonstrationen des Vereins in Cottbus der Fall gewesen.

„Volksverräter“ und „Merkel muss weg“

Immer wieder ertönten „Volksverräter“-, „Widerstand“- und „Merkel-muss-weg“-Rufe. Auch die AfD war präsent. Zu den Rednern zählte der rechte Verleger Götz Kubitschek. Zu Zwischenfällen kam es während der Demo nach Polizeiangaben nicht. Gegendemos waren nicht angemeldet.

Im Januar hatte es in Cottbus gehäuft Gewalt zwischen Deutschen und Flüchtlingen gegeben. Die Demos gegen Zuwanderung hatten seither deutlich an Zulauf gewonnen. Zugleich gingen Beobachter davon aus, dass es dieses Mal aber nicht mehr, sondern etwas weniger Teilnehmer waren als noch Anfang Februar mit damals geschätzt etwa 2500 Demonstranten.