Man kann sich ja in die unglaublichsten Dinge und Wesen verlieben. Ich war schon verliebt in Seen, Lieder, Erdmännchen, Bücher, Häuser, Bilder, Momente und natürlich in Menschen jeden Alters. Aber nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich mich mal in einen Flughafen verliebe. Zumal als Wahlberlinerin seit über 20 Jahren. Selbst wer selten fliegt wie ich, schafft es in dieser Stadt schwer, sich beim Thema Flughafen die Ungezwungenheit zu bewahren, die es zum Verlieben braucht.

Der Flughafen, in den ich mich verliebt habe, steht in Pisa. Von dort ging es erstmalig zurück aus Umbrien und nach einer langen Fahrt durch die fast so schöne Toskana. Der Flughafen Galileo Galilei trägt zwar den Namen eines Universalgelehrten, sieht aber gar nicht nach Wissenschaft aus, sondern eher, als stünde er in einer Waldstadt, erbaut von Tieren, Kindern und Fabelwesen. Dach und Vordach sind begrünt, so üppig, dass kaum Beton und keine Kanten zu sehen sind. Der Vorplatz besteht zu großen Teilen aus Wiese, mächtige Pinien ragen in den Himmel und Pflanzen aus Terrakotta-Töpfen.

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