11.40 Uhr: Die Polizei bringt die restlichen Demonstranten dazu, die Straße zu verlassen und sich auf den Bürgersteig zu begeben. Der Verkehr am Kottbusser Damm wurde freigegeben. Die Demonstration ist nun offiziell beendet.

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11.35 Uhr: Ein Sprecher des Allmende Vereins bedankt sich bei den Demonstranten für die Solidarität, die Demonstranten klatschen. "Hoch die Hände für Allmende". Die Kundgebung ist hiermit beendet.

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11.30 Uhr: Mittlerweile ist der Gerichtsvollzieher in den Räumen, die Schlösser werden ausgetauscht, rechtlich ist der Vorgang damit abgeschlossen. Immer noch verharren Demonstranten auf dem Kottbusser Damm, mittlerweile sind es etwa 100. Alles ist friedlich. Aus Kreisen des Vereins heißt es, dass laut Vermieter ein Angebot vorliege, das deutlich mehr ist, als bisher vom Verein Allmende bezahlt wird und von einem Verein nicht geleistet werden kann. Der Verein hofft, dass der Bezirk andere Räume für den Verein findet.

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11.20 Uhr: Polizeisprecher Michael Gassen erklärte, warum die Polizei bereits am Tag zuvor die Zugänge zum Gebäude bewacht hatte. "Wir waren gestern Abend schon in dem Gebäude und haben diesen Einsatz vorbereitet, es wurde in den Medien vielfach verbreitet, dass man diese Räumung blockieren wollte. Deshalb haben wir gestern Abend begonnen, die Zugänge - wo sich auch andere Eingänge zum Haus befinden - zu überwachen. Wir haben dann den Mieter des Hauses vor seiner Wohnung angetroffen, der hat dann das Gebäude verlassen. Von uns wurden keine Personen aus dem Haus geräumt. Das stimmt nicht." Den ganzen Kommentar hören Sie hier.

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11.14 Uhr: Aus Kreisen des Allmende-Vereins heißt es, dass nicht klar sei, wie viel Geld der Vermieter verlange. Es sei nicht mal klar, ob es überhaupt schon einen Nachmieter für die Räumlichkeiten gebe.

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10.57 Uhr: Der Demozug ist kleiner geworden. Etwa 200 Demonstranten stehen am Kottbusser Damm, nach wie vor ist hier alles ruhig, vereinzelt werden Redebeiträge gehalten, der Verkehr am Kottbusser Damm ist nach wie vor stark beeinträchtigt.

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10.53 Uhr: Das Gebäude soll in den nächsten Stunden geräumt worden. Die Beamten seien von dem Gerichtsvollzieher um Vollzugshilfe gebeten worden. Der Eigentümer hatte dem Kulturzentrum gekündigt. Schon am Donnerstagabend gab es eine spontane Demonstration am Allmende-Haus. Drei Teilnehmer wurden festgenommen. Beamte hätten das Haus am Kottbusser Damm abgeschirmt, um eine zusätzliche Besetzung durch Unterstützer zu verhindern, hieß es. Der Verein warf der Polizei unverhältnismäßige Gewalt gegen Demonstranten vor.

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10.50 Uhr: Jetzt werden Redebeiträge gehalten, auf Deutsch und auf Türkisch. Der Polizei wird Rechtsbruch, dem Berliner Senat Inkompetenz bezüglich voranschreitender Gentrifizierung in Berlin und schlechter Flüchtlingspolitik vorgeworfen.

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10.44 Uhr: Demonstranten skandieren: "Hebt die Hände für Allmende" und "Hebt die Faust, ihr kriegt uns hier nicht raus."

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10.41 Uhr: DerDemozug ist am Ausgangspunkt gegenüber des bereits geräumten Kulturvereins Allmende angekommen.

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10.33 Uhr: Der Demozug (ca. 400 Menschen) befindet sich jetzt wieder auf dem Kottbusser Damm, der zur Zeit zwischen Kottbusser Tor und Hermannplatz fast komplett gesperrt ist. Alles ist friedlich, die Demonstranten skandieren Parolen, die Polizei begleitet den Demozug.

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10.10 Uhr: Hakan Taş von den Linken: "Hierbei handelt es sich aus meiner Sicht um einen klassischen Gentrifizierungs- und Verdrängungsprozess. Der Verein leistet wunderbare Arbeit und war ein Treffpunkt für viele Migrantenprojekte und geflüchtete Menschen." Den ganzen Kommentar des Politikers können Sie hier hören:

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10.07 Uhr: Die Demozug ist jetzt am Kottbusser Tor vorbei, es kommt zum Stau. Nun geht es in die Oranienstraße, die nun komplett gesperrt ist. Die Stimmung ist ruhig.

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9:45 Uhr: Die Demo geht jetzt los. Inzwischen sind es rund 400 Menschen vor Ort, die gegen Zwangsräumung, Mietenerhöhung und Gentrifizierung demonstrieren. Bisher ist alles ruhig, die Polizei begleitet die Demonstranten, viele aus dem linken Spektrum sind da, aber auch Migranten, die Solidarität mit dem Verein zeigen wollen.

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Der gemeinnützige Verein Allmende hat seit 2006 Vereinsräume in dem Haus des Eigentümers am Kottbusser Damm 25-26 und versteht sich als ein "Haus für alternative Migrationspolitik und Kultur." Seit November 2014 ist durch ein Urteil des Landesgerichts festgelegt, dass die Räume des Vereins Allmende zwangsgeräumt werden müssen. Die Zwangsräumung durch Gerichtsvollzieher ist nach Informationen der Schaulustigen um 11 Uhr veranschlagt, seit 9 Uhr versammeln sich Gegendemonstranten. Etwa 400 Menschen sind vor Ort. Die Polizei ist vor Ort.

Am Donnerstagabend gab es deshalb Rangeleien vor dem Haus in Kreuzberg. Gegen 18 Uhr sperrte die Polizei das Haus ab und ließ niemanden - auch keine Journalisten - mehr hinein. 100 bis 200 Polizisten waren im Einsatz. Etwa 100 Menschen demonstrierten vor dem Haus, die Stimmung war ausgelassen, es wurde getanzt. Einige von ihnen saßen unmittelbar an den Absperrgittern der Polizei am Eingang.

Die Beamten forderten die Allmende-Unterstützer auf, diesen Bereich zu verlassen und sich auf die andere Straßenseite zu begeben. Nachdem dies bei den Demonstranten offenbar nicht ankam, räumte die Polizei den Bereich vor dem Haus. Dabei gab es Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten. Augenzeugen berichten, wie Beamte Personen wegtrugen, eine Person soll verletzt worden sein. Anschließend zogen die Unterstützer mit einer spontanen Demonstration Richtung Kottbusser Tor. Nach Angaben der Polizei wurden drei Personen wegen Landfriedensbruchs festgenommen.

Am Freitagmorgen hatten sich schon um kurz nach 9 Uhr ungefähr 150 Demonstranten sowie viele Schaulustige und Angehörige der Presse am Kottbusser Damm versammelt. Auch auf dem Mittelstreifen des Kottbusser Damms standen circa 20 Menschen. Sie wurden von der Polizei zum Verlassen desselbigen aufgefordert. Die Situation blieb aber entspannt. Die Polizei ist mit 30 Einsatzwagen vor Ort.

Der Verkehr lief normal, nur auf dem Gehweg vor dem Allmende-Haus wurden Absperrgitter aufgestellt. Die Polizei ließ nur Anwohner zu den umliegenden Wohnhäusern. (BLZ)

Der Verein ruft auf Twitter zu einer Blockade der Zwangsräumung auf:

Hier geht es zur Pressemitteilung des Vereins auf Facebook: