Auf diesem Flugplatz in Strausberg sind zwei Menschen bei einem Absturz ums Leben gekommen. (Symbolbild)
Foto: imago/Frank Sorge

StrausbergBeim Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Flugplatz in Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland) sind am Donnerstagmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Feuerwehr mit. Auch die Polizei bestätigte den Absturz des einmotorigen Ultraleichtflugzeug. Weitere Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Die Ursache für den tödlichen Unfall ist noch unklar.

Die Identität der Opfer wurde am Donnerstag nicht bekannt. Auch zur geplanten Flugroute äußerten sich die Behörden offiziell nicht.  Intern hieß es lediglich, dass der Pilot von Strausberg aus zu einem Rundflug gestartet sei. „Die wollten ein wenig Spaß haben“, sagte ein Mitarbeiter. Auf dem Flugplatz befinden sich einige Flugschulen. Auch Rundflüge werden angeboten. Zeugen berichteten, dass die Maschine beim Start senkrecht zu Boden gestürzt ist. Das könnte ein Indiz für einen  Totalausfall des Antriebs oder eine Überladung sein.

Flammen zerstören sofort das Flugzeug

Alles Spekulation, so Feuerwehr und Polizei. Fest steht, dass das Ultraleichtflugzeug nach dem Aufprall sofort in Flammen aufging. 20 Feuerwehrleute löschten das Feuer. Von der Maschine ist kaum noch etwas zu sehen, sagten Zeugen. Auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort. Glücklicherweise habe sich zur Unglückszeit gegen 12.50 Uhr mitten auf dem Platz niemand aufgehalten, sagten Rettungskräfte. Zunächst hatte die Märkische Oderzeitung von dem Absturz berichtet.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung soll nun die Ermittlungen aufnehmen. Die übrig gebliebenen Flugzeugteile wurden gesichert. Die Absturzstelle ist abgesperrt. Der Flugplatz Strausberg gehört nach   Angaben der Betreiber mit mehr als 40.000 Flugbewegungen zu den großen Flugplätzen im Osten Deutschlands. Das Areal, etwa zwei Kilometer von Strausberg entfernt, verfügt über zwei Landebahnen. Eine Betonbahn ist 1200 Meter lang.

War das Flugzeug zu schwer beladen?

Die Grasbahn hat dieselbe Länge. Sie wird hauptsächlich von Segelfliegern genutzt.  Seit anderthalb Jahren dürfen auf dem Flugplatz Flugzeuge mit einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen starten und landen. Auch die Zulassung für Instrumentenflüge macht den Platz attraktiv für Geschäftsreisende. Zuletzt war vor fast genau einem Jahr ein in Strausberg gestartetes Kleinflugzeug über einem Feld bei Oberbarnim (Landkreis Märkisch-Oderland) abgestürzt.

Ein 64 Jahre alter Mann aus Sachsen-Anhalt und ein 55-Jähriger kamen bei dem Absturz am 12. Januar 2019 ums Leben. Ultraleichtflugzeuge sind sehr kleine und sehr leichte Flugzeuge für maximal zwei Personen. Inklusive Treibstoff, Besatzung und Gepäck dürfen sie höchstens 600 Kilo wiegen. Darüber hinaus müssen sie nach Angaben des Deutschen Aero Clubs mindestens eine Fluggeschwindigkeit von 83 km/h erreichen. Vielleicht war die Maschine zu schwer.